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Kooperative Gesamtschule Moringen - Standort Nörten-Hardenberg - Bishäuser Nistkästen „ziehen um“ - Jetzt mehr in Nörtener Schulnähe -
Zum Abschied grüßte die seltene Haselmaus Lehrerin und Schüler

Mit der diesjährigen Nistkastenschau im Nörtener Wald oberhalb von Bishausen bei „Kochs Winkel“ ging die mittlerweile siebenjährige Betreuungsaktion der Kooperativen Gesamtschule Moringen, Standort Nörten-Hardenberg zu Ende. Organisatorische Gründe veranlassten die Verantwortlichen, die von seinerzeit 25 aufgehängten nunmehr 18 verbliebenen Nistkästen zwecks zukünftiger Betreuung mehr in Schulnähe zu bringen.

Kooperative Gesamtschule Moringen
Standort Nörten-Hardenberg
Tel. 05503 / 80 460- Ansprechpartner - Frau Hesse


Die Anfänge

Im Jahr 2003 suchte die Hobby-Ornithologin Anne-Marie Götz aus Nörten-Hardenberg Mädchen und Jungen, die Interesse hatten, im Nörtener Wald bei Billingshausen hängende Nistkasten einmal im Jahr im Rahmen einer Kontrolle zu betreuen. Sie hatte im Jahr 1972 mit Hilfe von Mädchen und Jungen insgesamt 136 Nistkästen bei Billingshausen im Nörtener Wald aufgehängt.

Seitens der Realgemeinde Nörten unterstützte der Forstsenator Hans-Hermann Hüter die Aktion zur Förderung der heimischen Vogelwelt.

Man kam überein, in Zusammenarbeit mit dem Realschullehrer Rudolf Roth ( damalige Novalis-Schule) weitere Nistkästen herzustellen und im Nörtener Wald – nahe Bishausen - aufzuhängen.

Einen geeigneten Lärchenstamm spendierte die RealgemeindeNörten, den Baum schnitt der Senior der Zimmerei Herbst in Sudershausen , Karl Herbst, selbst auf, ließ die Bretter genügend durchtrocknen und stellte nach Vorgaben der Schule die einzelnen Elemente der Nistkästen her. Im Ramen des Werkunterrichts fügten Jungen und Mädchen im Jahr 2004 insgesamt 30 Nistkästen zu den neuen Vogel-Nisthilfen zusammen.

Im Spätsommer 2004 wurden dann am Waldrand oberhalb von Bishausen 25 Nistkästen nach Beratung des damaligen Forstoberinspektors Beismann vom Forstsamt Reinhausen (früher Bovenden) bei „Kochs Winkel“ aufgehängt.

Die ersten Überraschungen

In den zurückliegenden Jahren haben die jeweiligen Nistkastenschauen zum Ende eines Jahres immer wieder Überraschungen gebracht. Die Biologie-Lehrerein Dorothea Schmidt übernahm seitens der Schule die weitere Betreuung der Nistkasten AG.

Im Jahr 2005 erfuhren die 6 Schüler der Nistkasten-AG, dass nur dann Meisen die ihnen angebotenen Behausung annnehmen, wenn ihnen zum Nestbau Tierhaare und Moos in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Oberhalb der Ortschaft befand sich in unmittelbarer Nähe eine Weide und ausreichend Moos im feuchten Schattenbereich der Buchen.

Statt Haaren lagen in einigen Kästen manchmal Blätter und Moos, ein Hinweis auf Siebenschläfer als „Mieter“. In einem Nistkasten fanden sich Blätter und zu einer Kugel geformte Grashalme – ein Hinweis auf eine Haselmaus. Der Beweis waren einige Haselnüsse. Dass es sich in einem weiteren Kasten eine graue Maus bequem gemacht hatte, bewiesen beigelegte Getreideähren.

Alle Einzelheiten der Nistkastensch wurden in einem besonderen Beobachtungsbuch festgehalten und dienten in den folgenden Jahren zum Vergleich.

Im Jahr 2006 fand sich nach der Erklärung der Vogelkundlerin Götz in einem Kasten nach dem Ausschlüpfen Fledermaus-Kot. Insgesamt 13 der 24 belegten Kästen hatten nach der Brutzeit der Meisen „Nachmieter“. Alle Kästen war noch heil. In einem Kasten fand sich ein Wespennest. Erste tragische Erlebnisse machte die Gruppe. In zwei Fällen lagen kleine Meisen-Mumien im verlassenen Nest. Die Eltern hatten das Brutgeschäft nicht zu Ende bringen können. Milben und kleine Würmer bei den Mumien gaben den einleuchtenden Grund dafür, dass Nistkästen nach jeder Brutsaison gereinigt und das Nistmaterial entfernt werden muss.

3 Kästen fehlten!

Im Jahr 2007 war als böse Überraschung das Fehlen von 3 Nisthilfekästen zu verzeichnen. Es fehlen die Kästen Nr. 1, Nr.2 und 3. Neu konnten in einem Nistkasten kleine Steinchen und Baumrinde gefunden worden, ein Hinweis auf einen Kleiber als Bewohner. Auch Feldspatzen wohnten in der Saison 2007 in einem Kasten. Er war bis an den Rand mit Blättern gefüllt.

Auch im Jahr 2008 wurden Meisen -Nester und Nachmieter Siebenschläfer im Berichtsheft festgehalten. Neu waren die Versuche, die Einfluglöcher zu den Brutstätten aufzu“meißeln“. Starke Hiebe und Biss-Spuren rund um die Locher führten zu tiefen Schmarren.

Hatten hier Eichhörnchen versucht, die Brut als Futter zu bekommen ? In einem weiteren Fall waren wirr neben Haaren und Moos auch Wolle und kleine Federchen zu finden.

Die Vermutung der kleinen Vogelkundler ergab als Lösung: Das Nistmaterial war von einer Waldmaus in kleine Stücke zerbissen, dann vermischt und mit trockenen braunen Blättern als Nest hergerichtet worden. Hatte man ein Trauerschnäpper-Nest vor sich?

Im Jahr 2009 wurden erneut zwei Nistkästen gestohlen. Die Vogelfreundegruppe fragte sich, was das für Menschen sind, die kein Verhältnis zur Natur und zum Eigentum von Schulen haben!

Die Schau ergab - wie in den Vorjahren - gleiche Ergebnisse: Es fanden sich mehrfach verschiendene Eierschalenreste. Es waren schwarz/weiße, oder weiß/braune oder dunkelbraune dabei. Mit Hilfe eines Naturkundebuches wurden die Lösungen gefunden.

Siebenschläfer überrascht

Wie in den Vorjahren waren im Jahr 2010 aussschließlich Blaumeisen-Nester mit den gewohnten Details zu finden. In 12 Fällen war es so. In einigen Kästen lagen grüne Blätter - ein Hinweis auf Siebenschläfer . In diesem Jahr war man mit der Reinigung im Oktober etwas zu früh dran ! Man erlebte beim Öffnen des Kastens das „Fauchen“ eines noch nicht in der Erdhöhle in den Winterschlaf verschwundenen Siebenschläfers.

Im Jahr 2011 übernahm die Biologielehrerin Sabine Hoppmann von der Kooperativen Gesamtschule Moringen- Standort Nörten-Hardenberg mit drei Schülern die Betreuung der Nistkastenschau von Dorothea Schmidt.

Von den einstmals 25 Nistkästen waren jetzt noch 18 brauchbare Exemplare vorhanden. Zwei Exemplare waren reparaturbedüftig.

Eine Haselmaus bedankt sich

Als wenn es ein Abschied im Jahr 2011 sein sollte. Im Kasten Nr. 6 fand die Gruppe noch eine kleine, quirlige Haselmaus vor. Der geschützte Waldbewohner hatte sich eine faustgroße, kugelförmige „Wohnung“ mit Gras, Blätternn und Moos hergerichtet. Das kleine Tier, bis 40 Gramm schwer, mit je 15 cm rotbräunlichem Körper und buschigem Schwanz , hatte sich mit dem Verschwinden in den Winterschlaf in einer frostsicheren Erdhöhle Zeit gelassen – vielleicht, um sich von den Vogelfreunden aus Nörten-Hardenberg zu verabschieden ???

Sicher waren aber der langanhaltenden warmen Spätherbsttage des laufenden Jahres 2011 der Grund für die letzte Überraschung, die die Serien von Nistkastenschauen in den zurückliegenden 7 Jahren mit sich gebracht hatten.

Neben der erlebten Natur oberhalb von Bishausen fanden die Schüler mit ihren Lehrerinnen auch Geschichtliches. So stehen unweit der Nistkästen die historischen Grenzsteine der Realgemeinde Nörten als Markierung der Grenze zur Ortschaft Bishausen.

Zu erkennen sind sie auf der einen Seite an der eingemeißelten Bäckerbrezel und auf der anderen Seite an der festgehaltenen Jahreszahl 1827.

Alle Nistkästen werden jetzt in der Gesamtschule „restauriert“ und im nächsten Frühjahr im tiergerechten Umkreis zum Schulgebäude neu aufgehängt. Dort wird dann – wie gewohnt- in den nächsten Jahren von einer Schülerinnen/Schülergruppe im Herbst nachgesehen, wer dort in der Saison zu Gast war und wie es den jeweiligen „Mietern“ erging.

Gruppenbild 2011

Foto Grenzstein-Vorderseite

Foto Grenzstein-Rückseite

Unsere Fotos zeigen die beiden Seiten der Nörtener Grenzsteine und die diesjährige Gruppe mit Lehrerin Sabine Hoppmann und den Schülern Jason Voglmeyer (lila Hemd), Leon Rehbein (kariertes Hemd) und Leon Pohl, alle von der Klasse 7 G 4 der kooperativen Gesamtschule Moringen-Standort Nörten-Hardenberg.

Text und Fotos:

Rudolf Roth
 

http://www.elvese.de
erstellt am 29.11.2011



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